Beschäftigte im Gesundheitswesen nicht alleine lassen

Liebe Genossin, lieber Genosse,

anbei sende ich Dir zur Info und Anregung eine Beschreibung der aktuellen Pandemie-Situation von Viola Priesemann, Sandra Ciesek et al. mit aufgezeigten Handlungsmöglichkeiten, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen und Infektionsketten schnell und wirksam zu unterbrechen (hier veröffentlicht: https://www.zeit.de/wissen/2021-11/covid-winter-strategien-2021.pdf).

Die Beschäftigten im Gesundheitswesen sind nach eineinhalb Jahren Pandemie und auf Grund der derzeit stark zunehmenden Zahl an infizierten und kranken Menschen vielerorts am Limit. Das gilt insbesondere für die Hotspots wie in Süd-Ost-Bayern. Die Versorgung von Corona-Patienten ist wegen der notwendigen Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen und erforderlicher Schutzausrüstung besonders anstrengend und die intensivmedizinische Behandlung besonders personalintensiv – was auf Grund des ohnehin bestehenden Fachkräftemangels zusätzlich erschwerend ist.

Es gab, wie wir alle wissen, in der Vergangenheit viele Versäumnissen in der Gesundheitspolitik, die sich jetzt bitter rächen. Das hilft jetzt nur nichts. Wir müssen mit der jetzigen Situation umgehen. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen und in den Kliniken dürfen mit der Situation nicht allein gelassen werden. Wir haben es mit einer Notsituation zu tun, in der schnelles Handeln erforderlich ist, um die Gesundheitsversorgung aller sicherzustellen. Dabei geht es nicht nur um Corona-Patienten, sondern auch um Herz- und Krebspatientinnen und -patienten, sowie Unfallopfer! G2, Tests und Impfen sind wichtig, reichen in der jetzigen Situation jedoch nicht mehr aus. Es muss schnell gehandelt werden!

Viele Grüße nach Berlin

Andi

  11. November 2021
 
  Kategorie: Briefe