Ursachen von Gewalt bekämpfen
Bei dem Angriff auf eine Kindergartengruppe in Aschaffenburg wurde ein zweijähriger Junge marokkanischer Herkunft getötet und ein zweijähriges Mädchen aus Syrien schwer verletzt. Mein Mitgefühl gilt den Eltern der Kinder und den Angehörigen des Mannes, der getötet wurde, als er versuchte die Kinder vor dem Angreifer zu schützen.
Nach dem erlebten Leid ist die reflexartige Instrumentalisierung dieser schrecklichen Tat zu Wahlkampfzwecken verbunden mit der Forderung nach einer Verschärfung der Migrationspolitik ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht der Eltern des getöteten Jungen und des verletzten Mädchen, die selbst einen Migrationshintergrund haben.
Die Ursachen von Gewalt müssen konsequent bekämpft und die Hintergründe der Tat aufgeklärt werden, um solche und ähnliche Taten wie in Aschaffenburg zu verhindern. Aufgabe der Politik muss sein, dafür zu sorgen, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung – in unserem Land in Sicherheit leben und vor Gewalt geschützt sind. Statt Scharfmacherei brauchen wir eine Politik, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und niemanden unter Generalverdacht stärkt!