Zur Komplexität von Politik

Konfliktmediation, insbesondere bei hoch eskalierten Konflikten zwischen staatlichen Akteuren ist kompliziert, schwierig und es gibt keine Erfolgsgarantie. Trotzdem ist sie wichtig und notwendig, um noch mehr Schaden abzuwenden und Gesundheit und Leben von Menschen zu schützen. Klar dürfte allerdings sein, dass es bei Trump’s „Friedensplan“ nicht um Menschenrechte und Frieden geht, sondern um globale Interessen und den Ausbau von Einfluss und Macht im Sinne von „Amerika First“ (Imperialismus). Der „Verbündete und Partner“ Trump und seine Regierung scheren sich nämlich einen Dreck um Menschenrechte und Internationales Recht – wenn es um die (militärische) Durchsetzung eigener Interessen geht. Während zurecht der verbrecherische Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine verurteilt wird, wundert mich die freundliche Zusammenarbeit der Bundesregierung mit US-Präsident Trump, der rücksichtslos eigene Interessen gegen seine „Partner“ durchsetzt (siehe Zoll-Politik) und der im großen Stil eine Politik gegenüber Migranten und solche Menschen (die nach rassistischen Merkmalen) dafür gehalten werden, betreibt, die mit Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten nicht vereinbar ist. Daran zeigt sich, das internationale Politik doch komplizierter ist, als manche plumpe Sprüche, die ich zwar nachvollziehen kann, die gleichzeitig aber einen komplexen Sachverhalt scheinbar vereinfachen, der alles andere als einfach ist.

  24. November 2025
 
  Kategorie: Artikel