Prävention statt Unterstellungen

Friedrich Merz’ nächster Schlag ins Gesicht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Beschäftigte im Gesundheitswesen: Wer krank ist, soll in Zukunft bereits am ersten Tag zum Arzt und die Möglichkeit zur telefonische Krankschreibung soll wegfallen. Damit unterstellt er ein weiteres Mal, viele Kranke seien eigentlich gar nicht krank. Gleichzeitig sorgt er damit für überfüllte und überlasteten Arztpraxen – insbesondere bei Erkältungs- und Grippewellen. Da sollen sich dann Patientinnen und Patienten mit Fieber in die Praxis setzen – die dann womöglich andere Patienten und Praxispersonal anstecken – um sich vom Arzt oder der Ärztin bestätigen zu lassen, dass sie Fieber haben. Und wer wegen einem Migräne-Anfall flach liegt und nicht zur Arbeit kann, muss sich am nächsten Tag auf den Weg in eine Praxis machen für eine AU. Absurd!

Anstatt sich für gute Arbeitsbedingungen und Prävention stark zu machen, um Krankheiten vorzubeugen, Bürokratie abzubauen und Maßnahmen zur Entlastung des Gesundheitswesen auf den Weg zu bringen, macht er genau das Gegenteil. Da kann ich nur den Kopf schütteln! Die Abgeordneten des Deutschen Bundestag müssen dieses Vorhaben stoppen!

  2. Juli 2026
 
  Kategorie: Artikel