Gegen Hasspropaganda, Gewalt und Terror

Heute Vormittag wurde in München von einem 24-jährigen Mann ein Auto in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft verdi gelenkt. Mehr als zwanzig Gewerkschaftkolleginnen und -kollegen unterschiedlicher Herkunft und Lebensbiografien wurden dabei teils schwer verletzt. Sie waren für gute Arbeitsbedingungen, eine faire Bezahlung und Respekt für ihre Arbeit auf der Straße.

Die schreckliche Tat macht mich fassungslos, traurig und wütend. Ich bin mit meinen Gedanken bei den verletzten Kolleginnen und Kollegen, ihren Familien und den Rettungskräften, die die Verletzten versorgen. Ich wünsch den Verletzten baldige und vollständige Genesung.

Für Gewalt gegen Mitmenschen gibt es niemals eine Rechtfertigung und Entschuldigung! Sie ist immer ein inakzeptabler Angriff auf die Würde des Menschen, das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Leben. Und sie ist ein Angriff auf uns alle, die in Sicherheit, mit gegenseitigem Respekt und in Frieden zusammenleben wollen – unabhängig von Abstammung, Herkunft, Nationalität und Glauben.

Die Instrumentalisierung dieser schrecklichen Tat zu Wahlkampfzwecken finde ich unanständig, verantwortungslos und widerlich! Wer dennoch – ein weiteres Mal – die Migration für die Tat verantwortlich macht, vergiftet das gesellschaftliche Klima und betreibt das Geschäft der Spaltung! Der Freund, der Nachbar, die Kollegin, der Straßenbauer, die Pflegefachkraft, der Müllwerker, die Erzieherin, der KfZ-Mechatroniker, die Reinigungsfachkraft und alle anderen mit und ohne Migrationshintergrund haben nämlich nichts mit der Tat zu tun!

Wir stehen zusammen! Gegen Hasspropaganda, Gewalt und Terror!

  13. Februar 2025
 
  Kategorie: Artikel